Salomon Wettstein in Hong Kong
Wir stellen Alumni aus der ganzen Welt von A bis Z vor. Unser nächster Stop ist Hong Kong mit Salomon Wettstein, Leiter eines Beratungs- und Softwareentwicklungsunternehmens.

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In welchem Land lebst du derzeit, und was hat dich dazu bewogen, dorthin zu ziehen?
Ich lebe nun schon seit fast zehn Jahren in Hongkong. Zusammen mit meiner Frau zog ich 2013 nach Singapur und weniger als drei Jahre später nach Hongkong. Unser Plan war es immer, in den Grossraum China zu ziehen, um eine andere Kultur zu erkunden und zu erleben. Das war auch der Grund, warum ich am Sprachenzentrum der UZH und der ETH Zürich Chinesisch studiert habe und am Ende meines Studiums eine Rucksackreise nach China unternommen habe.
In Hongkong haben wir uns in die pulsierende Energie der Stadt verliebt, die nicht nur grossartige Geschäftsmöglichkeiten bietet, sondern auch atemberaubende Naturlandschaften, darunter Naturparks, herrliche Wanderwege, malerische Küsten und Gebirgszüge. Die Stadt ist ausserdem ein äusserst günstiger Ausgangspunkt für Reisen durch Asien. In nur 30 Minuten erreicht man das chinesische Festland und kann die schnell wachsende Greater Bay Area erkunden, in der einige der grössten und innovativsten Städte der Welt liegen, wie Shenzhen und Guangzhou.
Kannst du einen typischen Tag in deinem Leben beschreiben?
Ich wache zwischen 5:00 und 5:30 Uhr auf. Nachdem ich E-Mails und Nachrichten abgearbeitet habe, gehe ich um 6:00 Uhr morgens laufen. Bewegung am Morgen ist für mich sehr wichtig – sie gibt mir Energie und macht meinen Kopf frei, bevor die ersten Anrufe kommen, spätestens um 8:00 Uhr. Mein Arbeitstag dauert in der Regel 12 bis 14 Stunden, oft auch mit Anrufen am Abend.
Im Laufe des Tages besuche ich unser Team im Büro, treffe mich mit Kunden und arbeite mit Technologiepartnern zusammen. Wenn es die Zeit zulässt, schiebe ich am Abend noch eine kurze Runde im Fitnessstudio ein. Am wichtigsten ist, dass ich ein paar schöne Minuten mit meinem Sohn verbringe, bevor er ins Bett geht.

Wie hat das Land, in dem du lebst, dein tägliches Leben beeinflusst?
Hongkong ist eine faszinierende Mischung aus Ost und West und bietet eine einzigartige Mischung aus kulturellem Reichtum und unternehmerischer Dynamik. Trotz der ikonischen Skyline sind mehr als 70% des Landes ländlich oder parkähnlich, was es leicht macht, in die Natur zu entkommen. Innerhalb von 10 Minuten kann ich auf einigen der landschaftlich reizvollsten Pfade wandern oder laufen. Das Laufen von Ultramarathons auf diesen Wegen ist der perfekte Ausgleich zu meinem anspruchsvollen Unternehmerleben.
Gleichzeitig diente Hongkong als Anker und Sprungbrett für die Ausweitung unseres Geschäfts in der Region. Von hier aus haben wir Büros in Shenzhen, Taipeh und Bangkok eröffnet – alle leicht erreichbar.
Gab es bestimmte Kurse oder Aktivitäten während deiner Zeit an der ETH, die sich für dich als besonders wertvoll erwiesen haben?
Mein Studium in Computational Science and Engineering vermittelte mir nicht nur die technischen Fähigkeiten, die heute – insbesondere in der Ära der agentenbasierten und prädiktiven KI – von grosser Bedeutung sind, sondern auch grundlegende Lektionen im Management grosser Projekte und in der Lösung komplexer Probleme in der realen Welt, wie zum Beispiel in der Finanzdienstleistungsbranche.
Die Leitung eines Beratungs- und Softwareentwicklungsunternehmens erfordert unkonventionelles Denken, da jeder Tag neue Herausforderungen mit sich bringt. Wenn ich auf meine Masterarbeit und die zahlreichen Forschungsprojekte zurückblicke, die ich an der ETH durchgeführt habe, wird mir klar, wie wertvoll es war, zu lernen, wie man Hypothesen formuliert, vereinfachte Modelle definiert, Daten sammelt und analysiert, Modelle validiert und vertretbare Schlussfolgerungen zieht.

Gab es Herausforderungen für dich, seit du in Hongkong lebst, und wie hast du sie gemeistert?
Als Unternehmerin bin ich ständig mit Herausforderungen konfrontiert – sei es durch makroökonomische Einflüsse wie die anhaltenden Handelsspannungen oder die Auswirkungen globaler Ereignisse wie die Pandemie, oder durch die täglichen Hürden, die sich aus der Tätigkeit in einem wettbewerbsintensiven und dynamischen Umfeld ergeben. Diese Herausforderungen stellen die Widerstandsfähigkeit, die Kreativität und den Mut auf die Probe.
Eine wichtige Lektion, die ich gelernt habe, ist, wie wichtig es ist, eine positive Fehlerkultur zu fördern – eine Wachstumsmentalität, die auf kontinuierliches Lernen und Verbesserung ausgerichtet ist. Und, was am wichtigsten ist: Erfolg erreicht man nicht allein. Es ist entscheidend, das richtige Team zu finden. Selbst der härteste Weg wird bewältigbar, wenn man ein Team an seiner Seite hat.
Wie bleibst du mit der ETH und deinen Hochschulfreunden in Verbindung?
Ich bleibe über soziale Medien (z.B. LinkedIn) und durch die Teilnahme an Schweizer Alumni-Networking-Veranstaltungen in Verbindung. (Siehe beiliegende Bilder, auf denen ich an einer Schweizer Alumni-Veranstaltung, an der Alumni der ETH und der Universität St. Gallen teilnahmen, eine Motivationsrede hielt, die auf dem Film «Four Trails» basierte).
Ich versuche auch, überall, wo ich hinkomme, mit anderen Alumni in Kontakt zu treten – sowohl um Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen als auch um talentierte Personen in verschiedenen Märkten zu finden.
Was ist ein «typisches» Wort für das Land?
«Ga yau» (Chinesisch: 加油), was in etwa «Öl hinzufügen» bedeutet , ist sowohl in Mandarin als auch in Kantonesisch ein weit verbreiteter Ausdruck der Ermutigung und Unterstützung. Man hört es oft beim Laufen oder Wandern auf den Pfaden. Es wird auch häufig bei Sportveranstaltungen verwendet, um Sportler anzufeuern.
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